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Letzte Änderung 16.07.2012
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Heinrich-König-Tage

Heinrich-König-Tag 2012
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Heinrich-König-Tag 2007

Heinrich-König-Tag 2006

Am 03.Oktober 2005 fand im Schönstattheiligtum des Bistums Essen, in Essen-Kray, zusammen mit unserem Bischof, Herrn Dr. Felix Genn, die Eröffnung der Rosenkranzandacht statt. Herr Pfarrer Heister, der Diözesanpräses der Schönstattfamilie im Bistum Essen, hatte den Freundeskreis auf diesen Abendgottesdienst hingewiesen – und der Freundeskreis fasste dies als eine Einladung auf. Auf diese Weise kam (nicht ganz unbeabsichtigt) eine Begegnung mit unserem Herrn Bischof zustande, bei der über Heinrich König gesprochen werden konnte.

Ganz nebenbei war zu erfahren, dass am kommenden 24.Juni, dem Heinrich-König-Tag, die große Bistumswallfahrt nach Schönstatt stattfinden würde. Es können hier nicht alle Überlegungen, Planungen, Gespräche wiedergegeben werden, wie 2006 der Heinrich-König-Tag gestaltet werden sollte, – diesmal ein Samstag, Fußballweltmeisterschaft…

Wir hatten uns vorgenommen, in diesem Jahr den Schwerpunkt des Heinrich-König-Tages nach Vallendar zu verlegen. Und es wurde ein wunderschöner Tag. Es war verabredet, dass unser Bischof das Bronze-Relief Heinrich Königs in der großen Pilgermesse segnen würde, dass er in der Predigt über Heinrich König sprechen werde.

Der Tag begann als Sternfahrt von mehreren Gemeinden aus innerhalb unseres Bistums. Unser Startpunkt war St. Laurentius in Gelsenkirchen Horst und die Anreise war problemlos. In Schönstatt begann der Wallfahrtstag mit der Statio am Urheiligtum der Mater ter admirabilis. Herr Pfarrer Zillekens, der uns den ganzen Tag über zuvorkommend begleitet hat, hatte das Relief Heinrich Königs seitlich auf dem Altartisch aufgestellt und dieses Relief begleitete uns den ganzen Tag über. Für den Ablauf der Ereignisse mögen die Bilder mit ihren Untertexten sprechen.

Das Bronze-Relief Heinrich Königs am Gnadenaltar im Schönstätter Urheiligtum.
(Fotograf: Irmhild Peters)
 
Unser Bischof vertieft in die Anbetung des Allerheiligsten im Urheiligtum, rechts das Relief.
(Fotograf: Pfarrer Zillekens)
 
Gemeinsames Gebet vor dem Prozessionsbeginn.
(Fotograf: Irmhild Peters)
 
Aufbruch zur Prozession.
(Fotograf: Irmhild Peters)
 
Der Prozessionszug:
Links am Bildrand (mit Bart) Herr Pfarrer Heister, mit dem
Kolpingbanner Klaus Wehrhöfer, Kolping- Bezirksvorsitzen-
der, Gelsenkirchen, hinter dem H.H.Bischof Herr Pfarrer
Zillekens und in violett unser Bischof Dr. Felix Genn,
Bischof von Essen.
(Fotograf: Irmhild Peters)
 
Mariengesang
(Fotograf: Irmhild Peters)
 
Einzug in die Wallfahrtskirche.
(Fotograf: Pfarrer Zillekens)
 
Aufgestellt am Fuße des Altares in der großen Pilgerkirche.
(Fotograf: Irmhild Peters)
 
Die große Conzelebration, hinter dem
Altarmikrophon unser Bischof.
(Fotograf: Pfarrer Zillekens)
 

Aus der Predigt unseres Bischofs

(zum besseren Verständnis für Außenstehende: Am 24. Juni ist das Namensfest Johannes des Täufers.)

Liebe Schwestern und Brüder, wenn wir nicht lebendige Christinnen und Christen in unserem Bistum werden, wird alle Reform nichts nutzen. Nur vom inneren Zeugnis her, wird eine Erneuerung kommen, so dass Menschen fragen werden: Warum ist dieser Mensch - vielleicht sind Sie es - so? Es kommt auf die Zeugen an.

Dann bin ich schon beim dritten Punkt, den ich gerne heute vortragen will. Der Herr will nicht "ohne uns" sein. Er lässt sich ein auf eine Geschichte. Das geht nicht im Hauruck- Verfahren. Das geht nicht in Eile. Gott hat Zeit. Er schreibt Geschichte. Wir haben es zum Beispiel eben in der Lesung aus dem Propheten Jesaja gehört. Es ist darin die Rede von einer Gestalt, die den Auftrag hat, "Licht für alle Völker zu sein und sein Heil bis an die Enden der Erde zu tragen." (vgl. Jes 49,6) Dieser Beauftragte sagt nun, er habe sich vergeblich angestrengt. Es sei alles so frustrierend. Umsonst habe er seine Arbeit getan. Auch solches gibt es heute. Vielleicht sind auch Sie frustriert, weil Sie als Mutter oder Vater dastehen und sich sagen müssen: Ich habe alles getan. Trotzdem glauben meine Kinder nicht mehr. Umsonst habe ich meine Kraft vertan! Diesem Menschen sagt Gott durch den Mund des Propheten, er solle Heil sein bis an die Grenzen der Erde! Könnten Sie sich vorstellen, dass er das zu Ihnen sagt? Könnten Sie es ihm noch glauben?

Es geht um Geschichte. Heute steht die Geschichte des Johannes vor uns. Sein Name ist schon Programm "Gott ist gnädig" - so heißt dieser Name, wenn man ihn aus dem Hebräischen ins Deutsche übersetzt. Er wird lernen müssen, was dieses Programm bedeutet. Er wird damit seine Geschichte machen. Er wird lernen und schließlich bekennen, nicht derjenige zu sein, der das Ganze der Welt richtet. ER hat zurückzutreten gegenüber dem Größeren. Sein Bekenntnis ist ein großes Zeichen der Demut Er ist nicht einmal der, der es wert ist, dem Größeren die Riemen der Sandalen zu lösen!

Einmal wird Paulus in der Synagoge einer kleinasiatischen - heute würden wir sagen türkischen - Gemeinde sagen: Das ist die Geschichte, die Gott geschrieben hat bis zu Johannes. Dann kam ER, der eigentliche Bote, der Größere, auf den alle Linien zulaufen, und von dem alle Linien des Zeugnisses wieder ausgehen und weiter geschrieben werden.
Am Ende seines Lebens wird Johannes im Kerker sein Dasein fristen. Sie kennen ja die Geschichte, in der er einige Jünger ausschickt, die Jesus befragen: Bist du denn jetzt der, von dem in den Schriften steht, er werde kommen? Was steckt in einer solchen Frage an Not und an Zweifel! Das gehört zu seiner Biographie. Am Ende seines Lebens landet er im Kerker! Welche Aussichten für eine Biographie des Zeugen! Weil Herodes ein Fest feiert und eine schöne Tänzerin sieht, die er für den guten Tanz belohnen will, gibt er ihrer verrückten Forderung nach und lässt ihr das Haupt des Johannes auf einer Schale bringen. Der Täufer, der Bote und Zeuge wird einfach enthauptet - als Lohn für einen schönen Tanz. Was für ein Leben! Trotz all dem zu glauben, dass Gott handelt, dass es weiter geht - wo der Kopf ab ist! Das gehört zu dem christlichen Zeugnis.

Wir könnten dasselbe von Maria bedenken! Stellen Sie sich eine junge Frau vor, die schwanger wird und nicht mit einem Mann zusammen ist, die aber von dem inneren Bewusstsein getragen ist, die Mutter des Messias zu werden. Das ist der Anfang, schwer genug! Und das Ende? Der Messias am Holz des Kreuses!
Christliches Zeugnis: Wie ist es bei Ihnen? Geht wirklich alles bergab? Das können wir als Christen doch so nicht annehmen. Wenn Gott gnädig ist, dann wird er auch mit der Situation in unserem Bistum umzugehen wissen. Er wird unser Zeugnis annehmen, selbst wenn wir dessen Frucht überhaupt nicht merken. Aber es war wichtig, dass wir uns als Samenkorn verstanden und in die Erde senken ließen. In Treue mit IHM weiterzumachen - das wird die Frucht von morgen bringen.

Liebe Schwestern, liebe Brüder, entlastet, mit unserem Leben und Gesicht und mit unserer Lebensgeschichte einbezogen in das Werk Gottes, leben mit der Geduld und der Zeit, die Gott mit uns und in unserer Zeit aufbringt. Ich fasse alles zusammen in ein kleines Bild. Sie kennen alle die Darstellung der Kreuzigung auf dem Isenheimer Altar: der gekreuzigte Herr und unter dem Kreuz Johannes der Täufer. Man erkennt ihn daran, dass zu seinen Füßen ein kleines Lamm steht, weil er gesagt hat: Siehe, das Lamm Gottes (Joh 1,36)! Das Auffällige an seiner Figur ist: der übergroße Zeigefinger. Er ist überdimensional; denn so groß ist kein Zeigefinger! Er zeigt auf Jesus. Johannes ist als ganzer Zeigefinger auf den, der größer ist, auf den Erlöser der Welt. Er zeigt auf den gemarterten Leib. Der Christ ist Zeuge für diese Botschaft

Ich möchte Ihnen danken, liebe Schwestern und Brüder, dass Sie die Grubenlampe als Zeichen nehmen, mit der Sie im Schönstatt- Heiligtum in Essen Kray immer wieder das Gebet für den Weg unseres Bistums pflegen. Auch das ist ein kleiner, deutlicher Fingerzeig. Ich nehme noch gerne Bezug auf die Plakette des Priesters Heinrich König, der der Schönstatt- Bewegung angehörte und dessen Asche in der Propsteikirche St. Augustinus in Gelsenkirchen aufbewahrt wird. Mit 42 Jahren starb er im KZ Dachau. Was für ein Leben! Heute vor 64 Jahren, an seinem Geburtstag, ist er gestorben, 42 Jahre alt. Auch er ist ein Fingerzeig. Auch er ist Zeuge, und wir dürfen ihn vielleicht unter denen wissen, die zusammen mit allen Engeln und Heiligen bei Jesus für uns eintreten. Ja, auch wir könnten einmal zu dieser wunderbaren Gesellschaft gehören! Amen.

Am Schluss der Predigt segnete Herr Bischof Genn das Bronzerelief Heinrich Königs mit den Worten:

Ich segne dieses Bild, damit der Beter beim Betrachten dieses Bildes Stärke im Glauben und Segen erfahre, um selber Zeuge der Botschaft zu sein.

Aufgenommen zu Ehren Heinrich Königs.
(Fotograf: Pfarrer Zillekens)
 
Auch hier geht es wieder um Heinrich König. Unser Bischof erhielt die
Aufstellung aller derzeitigen Seligsprechungsverfahren
, die vorbereitet, begonnen oder abgeschlossen wurden. Dies dient als Beleg dafür, dass wir mit unserem Wunsch um ein Seligsprechungsverfahren gar nicht so außerhalb der Welt sind, dass unsere Bitte im Bereich des Normalen liegt. Diese Liste zeigt auch, dass Heinrich König am Anfang der langen Reihe der Ermordeten steht, so wie es von mit inhaftierten Zeitzeugen immer wieder hervorgehoben wurde.
(Fotograf: Irmhild Peters)
 
In der Anbetungskirche während der nachmittäglichen
Andacht. Rechts am Fenster das Bezirks- Kolpingbanner.
(Fotograf: Pfarrer Zillekens)
 
Das Bronzerelief Heinrich Königs in der
Anbetungskirche.
(Fotograf: Irmhild Peters
 
Unser Bischof im Gebet am Grabe Pater Kentenichs.
(Fotograf: Pfarrer Zillekens)
 
Sammeln am Urheiligtum vor dem Abschied.
(Fotograf: Pfarrer Zillekens)
 
Herr Pastor Zillekens (ein Mitglied des apostolischen Priesterbundes, dem auch Heinrich König angehörte)
übernimmt das Relief.
(Fotograf: Irmhild Peters)
 
Hier wird erklärt, wo auf dem Berg das Relief zur Verehrung angebracht wird, nachdem es durch mehrere Priesterhäuser zur Verehrung gewandert ist.
(Fotograf: Irmhild Peters)
 

Zu Hause

Jetzt ist Heinrich König endlich ganz nach Hause, in seine geistige Heimat, zurückgekommen. So wird auch in Schönstatt künftig für die Seligsprechung dieses Priesters gebetet werden. In St. Augustinus Gelsenkirchen wird an jedem 24. eines Monats, dem Sterbetag Vikar Königs (außer an Sonn- und Feiertagen) eine heilige Messe in Besonderer Meinung gefeiert.

Der „Freundeskreis Heinrich König“ bedankt sich bei Herrn Bischof Genn für diesen Tag, bei Herrn Pfarrer Heister, der unsere Teilnahme hauptsächlich ermöglichte, bei Herrn Pfarrer Zillekens, der uns an diesem Tag wohltuend betreute, bei Frau Irmhild Peters (bei den letzten beiden für die schönen Photos) und bei dem Ehepaar Callegari, das für uns die Wallfahrt mit organisierte.


Heinrich-König-Tag 2005
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Heinrich-König-Tag 2002
Heinrich-König-Tag 1992