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Letzte Änderung 16.07.2012
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Heinrich-König-Tage

Heinrich-König-Tag 2012
Heinrich-König-Tag 2011
Heinrich-König-Tag 2010
Heinrich-König-Tag 2009

Heinrich-König-Tag 2007

In diesem Jahr ein Sonntag. Zu diesem Tag war ein Themenbild zum Martyrium Heinrich Königs entstanden mit dem Schriftzug „Und ihr habt doch gesiegt“

Das Festamt zu Ehren unseres Märtyrers war vormittags um 10 Uhr. Zelebrant war der Präses von GE- Kolping Zentral, Herr Pfarrer Schiller, Prediger war Herr Propst Paas. Das Bild stand, mit einem floralen Rahmen geschmückt, vor dem Altar, die Predigt rankte sich inhaltlich um dieses Bild.

"Und Ihr habt doch gesiegt"
(Acryl auf Leinen, 60 x 60 cm)
 

Beschrieb zu dem Bild "Und ihr habt doch gesiegt"

Heinrich König im KZ- Dachau ist das Thema dieses Bildes. Es zeigt Charakteristika dieses Lagers. Allgemeines Kennzeichen von Konzentrationslagern sind die Wachtürme, von denen drei auf der rechten Bildseite zu sehen sind, verbunden durch die Mauer.
Rechts davon die Rechtecke und Rhomben deuten die Felder der Plantage an, auf denen die Häftlinge (auch Heinrich König) Schwerstarbeit verrichten mussten. Vorne rechts der Appellplatz, dunkel gemalt der Block A, der Chirurgische Block, deshalb die rote Gliederung des Baukörpers. Hier wurde Heinrich König der „Übungsoperation“ am 15. Dez. 1941 unterzogen.
Davor sehen wir schemenhaft Häftlinge beim Pfahlhängen – der grausamsten Foltermethode in Dachau. Hunderte mussten diese Marter erdulden und anschließend gingen sie meist in die Gaskammer nach Hartheim (bei Linz, Oberösterreich), weil sie wegen der zerstörten Schultergelenke nicht mehr arbeitsfähig waren.

Auf der linken Bildseite ist das Krematorium mit dem großen Kamin angedeutet, das links außerhalb des Konzentrationslagers lag und in dem auch der Leichnam Heinrich Königs eingeäschert wurde. Auf dem Wege dorthin ist (etwas mühsam) eine zerbrochene SS- Rune zu sehen, ein Kennzeichen tiefster Menschenverachtung (alle Inhaftierten galten als „unwertes“ Leben) und fürchterlichster Brutalität.



In der Mitte sind übereinander rote Winkel mit Häftlingsnummern zu sehen. Die inhaftierten Priester galten als „politische Häftlinge“, die diese roten Winkel tragen mussten. Die Nummern sind Häftlingsnummern von inhaftierten Priestern, die in Dachau ums Leben kamen. In Dachau waren insgesamt rund 2.800 Priester. Es wird gesagt, dass dort, zusammen mit den polnischen Priestern, über 1.000 Priester ums Leben kamen. Aus diesen wurden die Namen beliebig gewählt.

Dies sind (von unten nach oben):

22323 Viktor Potempa, Todestag 22. Juni 1942
22498 Josef Karbowski, Todestag 22. Juni 1942
28450 Maksymilian Binkiewiez, Todestag 24. Juni 1942
28303 Stefan Skorwronski, Todestag 26. Juni 194
28167 Felix Biernacki, Todestag 27. Juni 1942
22825 Stefan Goszcywsji, Todestag 28. Juni 1942
22629 Zygmunt Cieslik, Todestag 29. Juni 1942
28408 Wladislaw Wijrysiak, Todestag 29. Juni 1942
28794 Heinrich König ( + 24.6.1942 in Block A)

Heinrich König starb (als Opfer medizinischer Versuche) im chirurgischen Block, im Block A, wo er anschließend auch noch seziert wurde.

Links oben sieht man auf dem Bild im gelben Farbton eine Baracke, den Block 26, den Priesterblock, in dem auch die Kapelle war.

Das Bild mit dem floralen Rahmen,
aufgestell in St. Augustinus.
(Fotograf: Karl Evers)
 

Die Parabel ist die geometrische Form des Unendlichen, der linke Ast kommt aus dem Unendlichen und der rechte geht ins Unendliche. Die Farbe gelb hat die Symbolbedeutung des Heiligen, des Göttlichen. Deshalb hat der Priesterblock (wegen der Kapelle) die gelbe Farbe, deshalb hat das linke Fenster im Block A die gelbe Farbe (es ist das Sterbezimmer Heinrich Königs) und deshalb ist die Fläche der Parabel gelb ausgelegt.

Es gibt von Heinrich König aus den späteren Jahren nur ein einziges Bild, ein Passfoto, das im Allgemeinen gezeigt wird. Die Schwester Heinrich Königs berichtet in ihren Erinnerungen von ihrem Besuch in Dachau am Samstag, den 27. Juni 1942: „Der Bruder war völlig abgemagert und seine buschigen Augenbrauen waren ergraut.“
Aus diesem Grunde wurde hier als Vorlage für die Darstellung ein Fotoausschnitt aus dem Gruppenbild der neugeweihten Priester aus dem Jahre 1924 verwandt, als Heinrich König noch wesentlich schlanker war.
Der Text soll die Geborgenheit bei Gott versinnbildlichen, im Gegensatz zum Lagerleben im KZ, wo ein Menschenleben nichts galt.

GE, den 5.6.2007

Das Original hängt heute im Foyer des Schönstatt- Zentrums des Bistums Essen in Essen- Kray, Fischweiher 46, 45307 Essen.

Nach dem 24. Juni stand das Bild zum besseren Kennenlernen einige Wochen im Kirchenladen St. Augustinus im Schaufenster.

Der Kapitelstag 2007 der PAX- CHRISTI- Gemeinschaft in Essen hat beschlossen, den Namen des Märtyrers Heinrich König im Fußboden der Unterkirche einzulassen.
Zu dem Bild schreibt Herr Pfarrer Steprath von Pax Christi: … Es zeigt so intensives Eingehen auf Geschichte und zugleich Meditation. Wertvoll das Erinnern, das Sie dem „roten Winkel“ widmen, zugleich in Reihe, im Gedenken an die Tausende Priester, die allein in Dachau waren. Wenn ich mich recht erinnere, habe ich als Junge einen „roten Winkel“ gesehen, den einer unserer Kapläne, Häftling in Dachau – Otto Kohler – nach 1945 befreit, uns einmal zeigte…

Schauen Sie sich auch die Ausstellung zu Heinrich König in der U- Bahnstation Heinrich Kö-nig- Platz in Gelsenkirchen- Mitte an. Sie befindet sich im Zwischengeschoss der Station, in der Konche neben der Rolltreppe zum Hans Sachs- Haus hin. Sie ist sehenswert!!!

Banneraufzug zu Beginn der hl. Messe.
(Fotograf: Karl Evers)
 
Einzug in die Kirche.
(Fotograf: Karl Evers)
 
Während der Wortgottesdienstes.
(Fotograf: Karl Evers)
 


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